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Ob ihr den Sommer zu Hause verbringt oder auf Reisen geht, wir möchten einige Bücher und Vorträge mit euch teilen, die unser Denken über Bildung nachhaltig geprägt haben. Diese Ideen haben viele unserer Annahmen hinterfragt und uns letztlich dazu inspiriert, einen anderen Weg als das traditionelle Schulsystem einzuschlagen.
Wenn ihr neugierig seid, welche Philosophie hinter der Lumos Schule steht, lohnt es sich, einige dieser Autoren und Denker in den Sommerferien zu entdecken.
Buch Nr. 1: Range von David Epstein

Range ist ein faszinierendes Buch, das die Vorstellung hinterfragt, Kinder müssten sich möglichst früh spezialisieren. Stattdessen zeigt David Epstein, dass ein breites Spektrum an Interessen, Erfahrungen und Denkweisen häufig zu mehr Kreativität, Anpassungsfähigkeit und langfristigem Erfolg führt. Das Buch ist eine spannende Lektüre für alle, die sich fragen, wie Kinder am besten auf eine sich schnell verändernde Welt vorbereitet werden können. Es hat unsere Bildungsphilosophie an der Lumos Schule wesentlich geprägt.
Buch Nr. 2: The Art of Learning von Josh Waitzkin

Wenn ihr diesen Sommer nur ein einziges Buch lesen möchtet, dann empfehlen wir The Art of Learning. Josh Waitzkin beschreibt, was er auf seinem Weg vom Schachweltmeister zum Weltmeister in den Kampfkünsten gelernt hat. Er zeigt, dass echtes Lernen entsteht, wenn wir Herausforderungen annehmen, aus Fehlern lernen und uns kontinuierlich weiterentwickeln. Dieses inspirierende Buch hat unser Verständnis von Lernen an der Lumos Schule tief beeinflusst.
Ein Zitat zum Nachdenken
„Jeder Entwickler von Videospielen versteht etwas, das die Entwickler von Lehrplänen offenbar nicht verstehen. Kein Videospiel wird jemals damit beworben, dass es einfach ist. Kinder, die Schule nicht mögen, sagen nicht, dass sie zu schwierig ist. Sie sagen, dass sie langweilig ist.“
– Seymour Papert
Video: Warum wir Schülerinnen und Schüler zuerst selbst ausprobieren lassen

Eine der zentralen Lernmethoden an der Lumos Schule ist das, was die Lernforschung als produktives Ringen bezeichnet. Anstatt Antworten zu schnell vorzugeben, schaffen wir bewusst Situationen, in denen Kinder sich mit anspruchsvollen Problemen auseinandersetzen, Fehler machen, Ideen ausprobieren und eigene Lösungen entdecken können. Diese Form des aktiven Lernens führt zu einem tieferen Verständnis, besserer Erinnerung, mehr Resilienz und einer stärkeren Fähigkeit, Wissen auf neue Situationen zu übertragen. Wenn ihr mehr über die Forschung hinter diesem Ansatz erfahren möchtet, empfehlen wir euch das Video oben.
Video: Warum Lernen anstrengend sein darf, damit es bleibt

Ein weiteres wichtiges Prinzip an der Lumos Schule ist das Konzept der wünschenswerten Erschwernisse. Lernen bleibt nachhaltiger, wenn es Anstrengung erfordert. Methoden wie verteiltes Üben, aktives Abrufen von Wissen, das bewusste Mischen verschiedener Themen und abwechslungsreiche Lernsituationen machen das Lernen im Moment oft anspruchsvoller. Gleichzeitig führen sie zu einem tieferen Verständnis, besserer langfristiger Erinnerung und einer grösseren Fähigkeit, Wissen flexibel anzuwenden. Wenn ihr mehr über die Forschung hinter diesem Ansatz erfahren möchtet, empfehlen wir euch das Video oben.