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12.02.2026
Wir haben Lumos zuerst als ausserschulisches Programm gestartet.
Die Idee war simpel. Kindern einen Ort geben, an dem sie die Art von Arbeit machen, die sie schnell wachsen lässt. Projekte bauen. Zusammenarbeiten. Klar kommunizieren. Lernen, Feedback zu geben, Feedback anzunehmen, und weiterzumachen, wenn etwas beim ersten Versuch nicht klappt.
Es war schnell ausgebucht.
Was uns überrascht hat, war nicht, dass Kinder es mochten. Die meisten Kinder mögen es, Dinge zu bauen. Was uns überrascht hat, war, wie stark sie sich verändern, wenn diese Art von Arbeit zur Normalität wird. Sie wurden klarer im Ausdruck. Selbstbewusster. Bereiter, sich an schwierige Probleme heranzuwagen. Eltern sagten uns, dass die Gespräche zu Hause präziser wurden. Nicht, weil die Kinder mehr Fakten auswendig konnten, sondern weil sie mehr eigene Gedanken hatten.
Das Programm hat uns auch eine Grenze gezeigt.
Wenn man sich nur in kleinen Zeitfenstern trifft, unterrichtet man am Ende den Trailer, nicht den Film.
Die besten Teile von Lernen brauchen Kontinuität. Längere Projekte, bei denen Kinder planen, anstehen, überarbeiten, und am Ende etwas abliefern. Lange Phasen, in denen sie erleben, wie es ist, wirklich bei einer Sache zu bleiben. Eine Peer Group, die echt wird, weil man sich oft genug sieht, um gemeinsame Normen aufzubauen. Lehrpersonen, die mit einem Kind in die Tiefe gehen können, weil sie es jeden Tag sehen, nicht nur gelegentlich.
Wir konnten die Konturen der Schule erkennen, die wir bauen wollten, aber wir konnten sie nicht in ein ausserschulisches Format pressen.
Also haben wir entschieden, die Lumos Schule zu bauen.
Der Grund ist einfach. Wir wollen, dass das Lumos Modell das Hauptprogramm ist, nicht das Nebenprogramm. Wenn man daran glaubt, dass Kinder mit Tiefe lernen sollen, mit starken Grundlagen und mit echter Arbeit, dann braucht man einen Wochenrhythmus, der das möglich macht.
Die Lumos Schule basiert auf ein paar konkreten Entscheidungen.
Tägliche Eins zu eins Begleitung, weil individuelle Aufmerksamkeit die Lernkurve verändert. Sie hilft Kindern, im richtigen Tempo voranzugehen und echtes Selbstvertrauen in Lesen, Schreiben, Mathe und Sprachen aufzubauen.
Lange, ununterbrochene Fokusblöcke, weil Aufmerksamkeit eine Fähigkeit ist, und die meisten Umgebungen das Gegenteil trainieren.
Projekte mit echten Ergebnissen, weil Wissen am besten haften bleibt, wenn man es benutzt. Schreiben und Mathe sind dann keine Fächer mehr, sondern Werkzeuge.
Expeditionen, weil Charakter nicht durch Vorträge entsteht. Man baut ihn, indem man mit einer Gruppe schwierige Dinge macht und lernt, Verantwortung zu tragen.
Und eine kleine, altersgemischte Community, die wir bewusst um Neugier, Freundlichkeit und Antrieb herum gestalten, weil Peers der versteckte Lehrplan sind. Mit wem Dein Kind seine Tage verbringt, ist wichtiger, als viele zugeben.
Wir bauen die Lumos Schule in Zürich, und wir bauen sie zweisprachig, weil so die Welt funktioniert. Kinder sollen es als normal erleben, über Kulturen hinweg zu denken und zu kommunizieren.
Wir haben mit einem Programm begonnen, um die Idee zu testen. Es hat funktioniert.
Jetzt machen wir daraus eine Schule, damit wir es richtig machen können.
Unser erstes Schuljahr startet im Herbst 2026.
Und zum Schluss ein grosses Danke an die Bildungsdirektion Zürich für die Zusammenarbeit, die Unterstützung und dafür, dass Ihr an uns und an das glaubt, was wir hier aufbauen.
